Training

Sportwissenschaftliches Training

Sportwissenschaftliches Training ist nicht nur ein kontinuierlicher, sondern auch ein komplexer Prozess. Für ein gezieltes Training ist die wissenschaftliche Kenntnislage überwältigend. Neben gesundheitsorientierten Trainingsformen – für alle Altersgruppen – bieten wir sporttherapeutische Trainingsinhalte an.

Ausgangsbasis sind sportwissenschaftlich evalutierte Testverfahren, mit deren Hilfe abzuklären ist, auf welchem Niveau der Trainierende beginnt und mit welchen genauen Zielen der Trainingsprozess initiiert werden soll. Abzuklären sind auch Risiken! Der anschließende Trainingsprozess soll kontinuierlich mittels gezielter, überschwelliger Reize Anpassungen von Organ- bzw. Organssystemen bewirken. Wiederholte Tests helfen dabei, die Wirksamkeit des Training zu objektivieren.

Testen
Testungen führen wir durch, um Risiken und die momentane Belastbarkeit für ein bewegungs- bzw. sportbezogenes Training einschätzen zu können. Wir verwenden u.a. anerkannte Fragebögen zur Ermittlung allgemeiner Parameter (z. B. „PAR-Q“: Physical Activity Risk – Questionary) sowie spezifische Fragebögen (z.B. „CAT“: COPD Assessment Test™ n. Glaxo-Smith-Kline-Unternehmensgruppe).

Aktive Funktionstestungen führen wir für das Herz-, Kreislauf- und Atmungssystem durch. Die Ermittlungen wichtiger Stoffwechselfunktionen sowie der Körperzusammensetzung sind möglich. Ebenso gehören die Messung der Kraft der einzelnen Wirbelsäulenabschnitte, die Messung der Haltung und Beweglichkeit der Wirbelsäule sowie die Ganganalyse zu unserem Repertoire.

Testungen dienen dazu, den Beanspruchungs- und Belastbarkeitszustand vor und ggf. im Trainingsverlauf zu evaluieren. Damit kann Training deutlich strukturiert werden. Testungen können dazu führen, dass vor einer Trainingsmaßnahme die ärztliche Untersuchung nicht nur empfohlen, sondern als Bedingung für eine Trainingsmaßnahme angesehen wird. Wir verfügen zwar über ausgeprägte Erfahrungen, ersetzen aber keine ärztliche Diagnostik!

Euro Fitness Profil
Das Konzept des Euro Fitness Profils sucht nicht nach Risikofaktoren, sondern identifiziert gesundheitliche Schutzfaktoren. Es erfasst und bewertet die Hauptfaktoren einer gesundheitsrelevanten Fitness (Eingangstest und Retests). Das vom Kölner Institut für Prävention und Nachsorge (IPN) entwickelte Profil beinhaltet nach präventiven Gesichtspunkten zusammengestellte Einzeltests, die nach einem speziellen, auf wissenschaftlichen Studien beruhenden, Score ausgewertet werden. Auf diese Weise können gesundheitliche Schutzfaktoren identifiziert werden.

Wir setzen das Euro Fitness Profil (Copyright: Firma Bitsoft, Bitburg, IPN sowie Gesundheitsinformations Management System) bereits seit 10 Jahren erfolgreich ein. Personen, die nach den Ergebnissen dieses Testverfahrens ihren Lebenstil und ihr Training ausgestalten, können vorsorglich, gesundheitlich sehr profitieren.

Trainieren
Training führen wir unter Aufsicht unseres Trainerinnen- und Trainerteams durch. Wir erarbeiten individuelle Trainings, insbesondere bei bestehenden Risiken oder Fragestellungen. Im Trainingsverlauf passen wir Ihr Training sich ändernden Trainingsvoraussetzungen an.

Zu den besonderen Trainingsschwerpunkten gehören das Aufbautraining nach Erkrankungen/Sportverletzungen, Osteoporose Training; Training bei diversen Erkrankungen der Wirbelsäule sowie Training bei Herz- und Kreislauferkrankungen sowie Atemmuskeltraining (Sonderform, insbesondere für COPD Patienten).

Wirksamkeitsnachweise
Die Vielzahl wissenschaftlicher Arbeiten kann an dieser Stelle nicht wiedergegeben werden. Insofern bitte ich um Verständnis, wenn nur eine kleine Auswahl an grundlegender Literatur gezeigt wird:

Diemer, F.; Sutor, V. (2007): Praxis der Medizinischen Trainingstherapie Band 1. Thieme Verlag.

Diemer, F.; Sutor, V. (2010): Praxis der Medizinischen Trainingstherapie Band 2. Thieme Verlag.

Froböse, I.; Wilke Chr. (Hrsg.; 2015): Training in der Therapie. Urban & Fischer Verlag/Elsevier GmbH; Auflage: 4.

Hollmann, W.; Strüder, H.K. (2009): Sportmedizin: Grundlagen für körperliche Aktivität, Training und Präventivmedizin. Schattauer, F.K. Verlag GmbH; Auflage: 5.

Löllgen, H. (2013): Bedeutung und Evidenz der körperlichen Aktivität zur Prävention und Therapie von Erkrankungen. Dtsch. Med. Wochenschr.2013; 138: 2253–2259.

van Wingerden, B. (1996): Bindegewebe in der Rehabilitation. Scipro Verlag.

Atemmuskeltraining

Seit 2013 sind wir Mitglied der AG Atemmuskeltraining, einer international tätigen Gruppe bestehend aus Wissenschaftlern und namhaften Praktikern auf diesem Gebiet. Gemeinsam durften wir mit diesen Experten Nachbehandlungs- und Betreuungskonzeptionen entwickeln.

Atemmuskeltraining richtet sich in erster Linie an Menschen, die an einer chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD) leiden. Auch für diese Gruppe ist es wichtig, die allgemeine körperliche Fitness mit geeigneten Mitteln und Methoden zu erhalten.

Ihre weiteren Fragen beantworten wir gern. Bitte rufen Sie uns zu den Öffnungszeiten an oder schreiben Sie uns.

Weitere Zielgruppen für Atemmuskeltraining

Als weitere Zielgruppen scheinen aus unserer Sicht Menschen, die an anderen Atemwegserkrankungen leiden, von einem solchen Training profitieren zu können. Ferner könnten Menschen profitieren, die an chronischen Rückenschmerzen bzw. ausgewählten Herz- und Kreislauferkrankungen leiden. In jedem Fall wünschen wir uns die Abstimmung und Zusammenarbeit mit dem Arzt Ihres Vertrauens. Teilweise ist eine ärztliche Freigabe unumgänglich. Wir beraten entsprechend.

Testen

Vor Aufnahme des Atemmuskeltrainings ist es wichtig, die Ausgangslage zu bestimmen. Dazu verwenden wir international gültige Fragebogen, aber auch manuelle wie maschinelle (computergesteuerte) Test- und Analyseverfahren. Hilfreich sind Rücksprachen mit Ihrem Arzt des Vertrauens und/oder Diagnosen und Ergebnisse der ärztlichen Prüfung der Lungenfunktion. Wir testen eingangs zusätzlich mit so genannten Screeninggeräten, um die Tagesverfassung am Testtag vergleichend einschätzen zu können. Nach allen Testungen und deren Analyse erfolgt das gemeinsame Analysegespräch mit Blick auf das angestrebte Training.

Unsere Testungen tragen eindeutig orientierenden Charakter und ersetzen die ärztliche Diagnostik bzw. ärztliche Bewegungs- bzw. Sportempfehlung in keinem Fall. Aufgrund unserer umfangreichen Erfahrungen mit unseren verfügbaren Screeninggeräten bitten wir um Verständnis, wenn wir im Zweifelsfall auf einer ärztlichen Freigabe, bestenfalls mit Belastungsvorgabe, bestehen.

Trainieren

Das Training wird „einschleichend“, also vorsichtig dosiert, eingeführt. Im Laufe längerfristiger Intervention erfolgt eine sukzessive Steigerung, welche jedoch dem gesundheitlichen Status anzupassen ist. Ein forciertes Training mit schnellem Erfolg halten wir, mit Blick auf die obige Zielgruppen, nicht für angebracht. Geduld und Regelmäßigkeit sind die wichtigsten Grundpfeiler des Atemmuskeltrainings.

Wirksamkeitsnachweise

Zum Atemmuskeltraining existiert eine Fülle nationaler und internationaler Literatur. Wir möchten Ihnen lediglich einen kurzen Überblick zu Ihrer Orientierung geben. Besonders empfehlenswert, weil sehr verständlich geschrieben, ist das Buch „Training bei COPD“.

Geddes, E.L. et al. (2004): Inspiratory muscle training in adults with chronic obstructive pulmonary disease: A systematic review. In: J. Respiratory Medicine (Elsevier), art.i.press: 1-19.

Beckermann, M. et al. (2005): The effects of 1 year of specific inspiratory muscle training in patients with copd. In: Chest; 128: 3177–3182.

Kabitz H.J. et al. (2007): Diagnostik der Atemmuskelfunktion: State of the Art. Pneumologie; 61(9): 582-587.

Geddes, E.L. et al. (2008): Inspiratory muscle training in adults with chronic obstrucitve pulmonary disease: An update of a systematic review. In: J. Respiratory Medicine (Elsevier): 1-15.

Dempsey J.A. et al. (2012): Respiratory System Limitations to Performance in the Healthy Athlete: Some Answers, More Questions! Zeitschrift für Sportmedizin, 63, 6, 157-162.

Göhl, O. (2012): Training bei COPD. Ein Lehrbuch für Patienten, Angehörige und Interessierte. Selbstverlag.

Göhl, O.; Kabitz, H.-J. (2012): Methodik des Inspirationsmuskeltrainings bei COPD. Skriptum.

 

Kaatsu-Kompressions-Training

Bereits 1973, im Alter von 25 Jahren, entwickelte Prof. Dr. Yoshiaki Sato die Grundlagen des heutigen KAATSU-Trainings (Ka“ bedeutet im Japanischen „zusätzlich“, „atsu“ heißt „Druck“. Der Begriff „Kaatsu“ demnach und im reinsten Wortsinn „zusätzlichen Druck“, welcher durch eine spezielle Gerätetechnik appliziert wird).

Bei einem Skiunfall brach sich Sato das Sprunggelenk und verletzte den Bandapparat im Kniegelenk. Er rehabilitierte sich selbst mittels eines eigenen Konzepts, das aus wiederholten Trainingsintervallen unter teilweiser Einschränkung des Blutflusses bestand. Die Einschränkung des Blutflusses wurde künstlich erzeugt; die Trainingsintervalle betrugen ca. 30 Sekunden; bei sehr wenigen Sekunden Pause. Die Übungen wurden dreimal pro Tag absolviert. Die Ergebnisse seines selbstentwickelten Trainingsprogramms führten zu seiner vollkommenen Genesung bei einer erheblich verkürzten Rehabilitationsdauer.

Sato entwickelte seine Idee weiter und eröffnete wenig später ein erstes Trainingszentrum „Sato Sportsplaza“ in Tokio, wo er das so genannte „KAATSU Training“ während des folgenden Jahrzehnts mit ortsansässigen und vornehmlich älteren Menschen betrieb. 1994 meldete er seine ersten Patente in Japan, USA und Europa an. 1997 führte er sein Ausbildungsprogramm in Japan ein (bislang (Stand 2018) ca. 4.000 Instruktoren). Zeitgleich entwickelte sich die Forschungskooperation mit Naokata Ishii von der Universität Tokio, um die Nutzen der Trainingsmethode weiter zu erforschen.

KAATSU Anwendungen sind aktuell sowohl im medizinisch-therapeutischem Sektor, dem Leistungssport, dem Wellness-Markt und dem Training mit älteren Menschen erprobt. In Japan wurden bereits 4-jährige Kinder und 101-jährige Ältere mit KAATSU trainiert. In Deutschland liegen Studien jüngeren Datums vor (unter: Wirksamkeitsnachweise).

Testen

Dieses besondere Training basiert auf einer gründlichen vorherigen Besprechung und Testung der individuellen Voraussetzungen (siehe: „Sportwissenschaftliches Training“). Kontraindikationen sind beim Kaatsu-Training bis heute nicht bekannt, doch das Training kann subjektiv anstrengend sein.

Weitere Informationen können dem Vortext und/oder den Wirksamkeitsnachweisen entnommen werden.

Trainieren

Diese besondere Trainingsform erfolgt in der Regel nach einem ganzheitlichen Aufwärmprogramm. Zu Beginn jeder Kaatsu-Trainingseinheit werden der aktuelle Basis sowie optimale Anpressdruck ermittelt. Die Durchführung des Trainings wird mit oder ohne zusätzliche Gewichte durchgeführt. Die Trainingslast richtet sich ausnahmslos nach dem aktuellen Trainings- und dem Befindens Zustand. Die Trainingsdauer beträgt ca. 5 bis 15 Minuten (ebenfalls abhängig vom Trainings- und Befindenszustand).

Weitere Informationen können dem Vortext und/oder den Wirksamkeitsnachweisen entnommen werden. Kaatsu Training wird unter Aufsicht durchgeführt.

Kaatsu Training führt zu wünschenswerten Effekten, z.B. gezielter Muskelaufbau nach Verletzungen oder Erkrankungen, wenn die Trainingsreize systematisch und kontinuierlich erfolgen. Hintergrund sind Mechanismen der Physiologie, die nur durch wiederkehrende Trainingsreize ausgelöst werden (siehe u.a. unter Wirksamkeitsnachweise die Studien von Karabulut und Loenneke). Weitere, u.a. neurobiologische Reaktionen finden sich zurzeit in der wissenschaftlichen Diskussion.

Wirksamkeitsnachweise

Behringer, M. et al. (2015): Blutflussrestriktion während neuromuskulärer elektrischer Stimulation. In: IMPULSE. Das Wissenschaftsmagazin der Deutschen Sporthochschule Köln. 20. Jg., 2: S. 15-21.

Diemer, F. (2015): Krafttraining mit abgebundener Extremität. In: physiopraxis. Das Fachmagazin für Physiotherapeuten. Thieme Verlagsgruppe; 13. Jg., 7-8: S. 36-39.

Heiduck, R. (2017): Kaatsu-Das Druck-Training aus Japan. Neue Perspektiven in Sport, Therapie und Gesundheitsförderung. Verlag pullsh, Reinheim.

Karabulut, M. et al. (2010): The Effects of low intensity resistance Training with vascular Restriction on leg-muscle-strength in older men. In: Eur J Appl Physiol.; 108(1):147-55.

Loenneke, J. P. (2010): A Mechanistic Approach to Blood Flow Occlusion. In: Int. J. Sports-Med.; 31: 1 4.

Sato, Y. (2005): The history and future of KAATSU Training. © 2005 Japan Kaatsu Training Society. In: https://www.jstage.jst.go.jp/article/ijktr/1/1/1_1_1/_article (Zugriff: 07.2018).

Takarada, Y. et al. (2000): Rapid increase in plasma growth hormone after low-intensity resistance exercise with vascular occlusion. In: J. Appl. Physiol., 88: 61–65.

Takarada, Y. et al. (2000): Effects of Resistence Exercise combined with moderate vascular Occlusion on muscular function in humans. In: Journal of Applied Physiology; 88: 2097-2106. (unter Mitwirkung von Sato)

 

Wirbelsäulentraining

Von Schmerzen, deren Ursache(n) der Funktionen bzw. Fehlfunktionen wirbelsäulenbezogenen Strukturen zugeordnet werden, ist beinahe jeder im Verlauf seines Lebens betroffen. Das gezielte Training für solche Strukturen gilt heute als ein zentraler Eckpfeiler in Therapie und Rehabilitation sowie in allen Facetten des Fitness- und Gesundheitstrainings.

Ein solches Training sollte, im Zweifelsfall nach ärztlicher Expertise, auf einer umfassenden Analyse individueller Voraussetzungen basieren (z.B. Messungen der Muskelkraft oder des Haltungs-, Gang- bzw. Bewegungsbildes o.a.). Ein Training erfolgt aufbauend, d.h. schrittweise werden Übungen erlernt. Ziel ist es, mittels eines dauerhaften, individuellen Trainings Beiträge zur Schmerzreduktion zu leisten bzw. die bestmögliche Fitness wieder herzustellen.

 

Testen

Unsere Eingangsdiagnostik kann sich fallbezogen unterscheiden. Im Mittelpunkt steht die Messung der isometrischen Maximalkraft. In der Regel führen wir Messungen der Beweglichkeit und der Haltungskompetenz durch. Die umfassende Besprechung aller individuellen Trainingsvoraussetzungen und der Ergebnisse der Messungen schließen jede Eingangsdiagnostik ab.

Unsere Eingangsdiagnistik ersetzt trotz unserer jahrelangen Erfahrungen die ärztliche Diagnostik keinesfalls. Im Zweifelsfall behalten wir uns vor, zunächst die ärztliche Abklärung bzw. Freigabe für Trainingsmaßnahmen einzufordern.

Neurochirugie - Zusammenarbeit mit AZG Bad Wünnenberg

 

 

 

 

 

(Fotoüberlassung mit freundlicher Erlaubnis der Praxis für Neurochirurgie Paderborn, Herr Dr. Schneekloth 2014)

Trainieren

Das Training wird „einschleichend“, also vorsichtig dosiert, eingeführt. Im Laufe längerfristiger Intervention erfolgt eine sukzessive Steigerung, welche jedoch dem gesundheitlichen Status anzupassen ist. Grundlage des Trainings ist die vorherige Ermittlung der Grundkraft, der Kraftverhältnisse und der Beweglichkeit. Es ist auf die verschiedenen Beanspruchungen, die die Wirbelsäule bewältigen sollte, abzustimmen.

Wirksamkeitsnachweise
Die Vielzahl wissenschaftlicher Arbeiten kann an dieser Stelle nicht wiedergegeben werden. Insofern bitte ich um Verständnis, wenn nur eine kleine Auswahl an grundlegender Literatur gezeigt wird:

Diemer, F.; Sutor, V. (2007): Praxis der Medizinischen Trainingstherapie Band 1. Thieme Verlag.

Diemer, F.; Sutor, V. (2010): Praxis der Medizinischen Trainingstherapie Band 2. Thieme Verlag.

Froböse, I.; Wilke Chr. (Hrsg.; 2015): Training in der Therapie. Urban & Fischer Verlag/Elsevier GmbH; Auflage: 4.

Hollmann, W.; Strüder, H.K. (2009): Sportmedizin: Grundlagen für körperliche Aktivität, Training und Präventivmedizin. Schattauer, F.K. Verlag GmbH; Auflage: 5.

Krämer, J.; Wilke, A.; Krämer, R. (2005): Wirbelsäule und Sport. Empfehlungen von Sportarten aus orthopädischer und sportwissenschaftlicher Sicht. Deutscher Ärzte Verlag.

Löllgen, H. (2013): Bedeutung und Evidenz der körperlichen Aktivität zur Prävention und Therapie von Erkrankungen. Dtsch. Med. Wochenschr.2013; 138: 2253–2259.

McGill, St. (2007): Low Back Disorders. Evidence-Based Prevention an Rehabilitation. Human Kinetics.

van Wingerden, B. (1996): Bindegewebe in der Rehabilitation. Scipro Verlag.

Testen in Bad Wünnenberg/Paderborn

Anfragen für Messungen in Bad Wünnenberg:
info@aatalgesundheit.de
Tel: 02953 – 965411

Anfragen für Messungen in der Praxis für Neurochirurgie:
info@neurochirurgie-paderborn.de
Tel: 05251 – 777020
Neurochirurgie-Paderborn-4652

Praxis für Neurochirurgie Paderborn, Herr Dr. Schneekloth 2014

 

 

 

 

 

(Fotoüberlassung mit freundlicher Erlaubnis der Praxis für Neurochirurgie Paderborn, Herr Dr. Schneekloth 2014)

Lesen Sie hier auch einen Beitrag aus dem Patientenmagazin:
Aktiv gegen Rückenschmerzen

Trainings-Assistenz-Systeme

Assistenzsysteme können dazu dienen, die Wirkungen von Training in dessen Verlauf einzuordnen. So z. B. die Aufzeichnung der Wirkungen von Ausdauer- und Kraftübungen auf das Herz- und Kreislaufsystem, um die ausgewählten Trainingsübungen hinsichtlich ihrer Intensität und/oder ihres Volumens z. B. an die Tagesform anpassen zu können.

Im Rahmen eines fitness- und gesundheitsorientierten Sports/Trainings ist der Einsatz solcher Assistenzsysteme von ärztlichen bzw. therapeutischen Verfahren deutlich abzugrenzen, da sie die Optimierung der Trainingsbelastung beabsichtigen und nicht therapeutische Zwecke.

Testen
Der Einsatz von Assistenzsysteme richtet sich an Trainierende, die z. B. nach einem grippalen Infekt ihr Training dosiert starten möchten und/oder aufgrund der ärztlichen Vorgabe bestimmte Belastungsbereiche nicht überschreiten sollen.

Die regelmäßig ärztliche Kontrolle ist heute für viele Trainierende die wichtigste Voraussetzung zur Aufnahme und langdauernden Durchführung körperlichen Trainings. Der Arzt übernimmt dabei die Aufgabe eine Lotsen, der die Wirkungen von Training beobachtet und steuert.

Trainieren
Mit dem verfügbaren Assistenzsystem kann an jedem Ergometer und an jeder Gerätestation geübt bzw. trainiert werden. Im Zweifelsfall können Ruhemessungen erfolgen. Auf Wunsch Teilnehmers können die Aufzeichnungen z.B. für den Arztbesuch zur Verfügung gestellt werden.

Wirksamkeitsnachweise
Vainoras, A. et al. (2004): Cardiological Telemonitoring in Rehabilitation and Sports Medicine. In: Duplaga, M. et al.: Transformation of Healthcare with Information Technologies. IOS Press Amsterdam, Berlin, Oxford, Tokyo, Washington DC, S. 121-130.

Zitat S. 130 in der Zusammenfassung:
“The described teleconsultative cardiology systems have been tested in real-life conditions. Test results have shown that cardiological telemonitoring systems are a useful tool for the evaluation of human organism reaction to load in rehabilitation and sports activities.”

Haupt, T. et al. (2017): Entwicklung einer telemedizinisch assistierten Bewegungstherapie für die Rehabilitation nach Intervention an der unteren Extremität. In: Bewegungstherapie und Gesundheitssport; 33: 221-226.

John, M. et al. (2017): Telemedizinische Assistenzsysteme in der Rehabilitation und Nachsorge – Anwendungsbereiche und aktuelle Studienergebnisse. In: Bewegungstherapie und Gesundheitssport; 33: 188-196.

John, M. (2017): Telemedizinische Assistenzsysteme in der Rehabilitation und Nachsorge – Projekte, Technologien und Funktionen. In: Bewegungstherapie und Gesundheitssport; 33: 197-207.

Vibrationstraining

Gemeinsames Merkmal aller derartigen Interventionen ist eine mechanische Stimulation von außen, bei der Schwingungen durch den Körper geleitet werden. Der Körper reagiert auf diese Art von Stimulierungen wie ein (mehrfach) massen- und federgekoppeltes, schwingendes System und mit einer Vielzahl möglicher, kurz- und/oder langfristiger, Anpassungsvorgänge.

Erstaunliche Effekte werden beschrieben, so z. B. Kraftzuwächse von 5-10 % nach Trainingsvorgaben von 10mal eine Minute bei 26 Hz (Bosco u.a. 2000; Cochrane u. Stannard 2005; Issurin u. Tenenbaum 1999) bzw. die Zunahme der Ausschüttung von Testosteron u. Wachstumshormon (Bosco u.a. 2000).

Wir verwenden unterschiedliche Vibrationssysteme, um unterschiedlichen Anforderungen begegnen zu können. Darunter befinden sich feststehende Systeme mit so genanntem seiten-alternierenden Schwingungsverhalten, welches eher dem menschlichem Bewegungsverhalten entspricht, sowie freie Systeme, wie so genannte Vibrationshanteln oder -rollen, die noch spezifischer eingesetzt werden können.

Testen
Dem Vibrationstraining geht unser allgemeiner Fitness- und Gesundheitstest voraus. Hierbei ist wichtig, die Zielsetzung des Trainings, vor allem Kontraindikatoren für ein Vibrationstraining abzuklären.

Zu den Kontraindikationen zählen:
Schwangerschaft; akute Thrombose (akuter Gefäßverschluss); Implantate in trainierten Körperregionen (z.B. künstliche Gelenke); akute Entzündungen des Bewegungsapparates, aktivierte Arthrose oder Arthropathie (z.B. akute Entzündungen und Schwellungen in Gelenken); akute Tendinopathien in trainierten Körperregionen (akute Sehnenentzündung); akute Hernien (Gewebebrüche); akute Diskopathie (akutes bandscheibenbedingtes Rückenproblem); frische Frakturen (Knochenbrüche) in trainierten Körperregionen; Steinleiden von Gallenwegen und ableitenden Harnwegen; nach Operationen und bei frischen Wunden und Narben in den trainierten Körperregionen bzw. wenn die Wundheilung noch nicht vollständig abgeschlossen ist; rheumatoide Arthritis; Epilepsie aufgrund sekundärer Verletzungsgefahr.

Trainieren
Als akute kurzfristige Effekte einer einzelnen Trainingseinheit konnten Kraftzuwächse von 5-10% (Cochrane & Stannard, 2005), eine verbesserte neuromuskuläre Ansteuerung (Rittweger et al., 2003) sowie eine erhöhte Ausschüttung von Wachstumshormon (Bosco et al., 2000) beobachtet werden. Langfristige Effekte werden hinsichtlich einer Steigerung der körperlichen Leistungsfähigkeit (Delecluse et al., 2005), einer Verbesserung des Gleichgewichts (Iwamoto et al., 2012) sowie einer Erhöhung der Knochendichte (Verschueren et al., 2004) berichtet.

Training mit Vibrationsgeräten muss vorsichtig abgestimmt und individuell dosiert werden. Zu Häufigkeit sowie Intensität und Dauer einer einzelnen Trainingsmaßnahme bestehen lenkende Richtwerte, welche Unter- wie Überforderungen vermeiden helfen. Von besondere Bedeutung ist zudem die richtige Durchführungstechnik (z.B. die Körperhaltung).

Wirksamkeitsnachweise
Bosco, C. et al. (1999). Adaptive responses of human skeletal muscle to vibration exposure. Clin. Physiol. 19, 183-187.

Glöckl, R. et al. (2012). Effects of whole body vibration in patients with chronic obstructive pulmonary disease. A randomized controlled trial. Respiratory Medicine, 106: 75-83.

Goudarzian, M. et al. (2017): Effects of whole body vibration training and mental training on mobility, neuromuscular performance, and muscle strength in older men. Journal of Exercise Rehabilitation, 13(5): 573-580.

Granville, J. M. (1881). Treatment of pain by mechanical vibrations. The Lancet, 117: 286-288.

Iwamoto, J. et al. (2012). Whole body vibration exercise improves body balance and walking velocity in postmenopausal osteoporotic women treated with alendronate: Galileo and Alendronate Intervention Trail (GAIT). Journal of musculoskeletal and neuronal Interaction, 12, 136-143.

Kaeding, T.S. et al. (2017): Whole-body vibration training as a workplace-based sports activity for employees with chronic low-back pain. Scand J Med Sci Sports. (17.02.2017).

Verschüren, S. M. et al. (2004): Effect of 6-month whole body vibration training on hip density, muscle strength, and postural control in postmenopausal women: a randomized controlled pilot study. Journal of Bone and Mineral Research, 19, 352-359.