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Seit 2009 betreuen wir Betriebe im Rahmen der Einführung und der dauerhaften Gestaltung eines betrieblichen Gesundheitsmanagement bzw. einer betrieblichen Gesundheitsförderung.

Unter anderem wenden wir zwei zentrale Analyseinstrumente an, welche vor allem den einzelnen Mitarbeiter oder Kleingruppen in den Fokus rücken. Darüber hinaus erarbeiten wir ein komplexes gesundheitsförderndes Managementsystem mit Ihnen.

Individuelle ergonomische Arbeitsplatzanalyse (IEA)
Die IEA geht über übliche ergonomische Betrachtungen hinaus. Mit dieser Maßnahme wird jeder Arbeitsplatz unter besonderer Berücksichtigung der individuellen Voraussetzungen in den Mittelpunkt gestellt.

Sie wendet sich damit von üblichen statischen Betrachtungsweisen ab, die eher die Verhältnisse der Bedingungen ohne Bezug zum Arbeitsplatznutzer im Blick haben.

Individuelle fitnessbezogene Arbeitsplatzanalyse (IFA)
Die IFA ist eine fokussierte Analyse- und Beratungsmethode, die die Beanspruchung und Belastung des Einzelnen ermittelt. Auf Basis dieser Vorgehensweise entsteht das Grundgerüst für gesundheitsfördernde Konstruktionen (konkrete, genaue Interventionen in Verbindung mit einer praktikablen Planung, Organisation und Integration in die betrieblichen Kontexte).

Sie wendet sich damit gegen den üblichen Aktionismus in der Praxis betrieblicher Gesundheitsförderung, der von Wirkungszufällen und kurzfristigen Planungshorizonten geprägt ist.

Stresswiderstandsanalyse (SWA)
Die SWA ist ein modernes Verfahren, mit dem Informationen zu Umfang und Ausmaß von Stressursachen, stressbezogenen Warnsignalen und individuellen Stressfaktoren gewonnen werden. Zudem ist es möglich, einen so genannten Stresstyp zu bestimmen.

Die kumulierte Betrachtung verschiedener Untersuchungen ermöglicht dem Analysten, die gewonnenen Daten direkt in ein Training zur Erholung bzw. zur Entwicklung einer höheren Widerstandskraft gegen Stressoren zu überführen.

Die SWA wendet sich somit gegen vermeidliche Stressvermeidungsstrategien, die unter Umständen Parameter beeinflussen wollen, die im betrieblichen Alltag nicht beeinflussbar sind. Anstelle dessen sollen gemäß dem „Bio-Psycho-Sozialen-Modells“ plausible Hilfen zur Förderungen der (stressbezogenen) Regeneration und Belastbarkeit von Betroffenen vermittelt werden.

Stressradar - Stresswiderstansanalyse

Organisationsbezogene Gesundheitsförderung

Eine professionalisierte Gesundheitsförderung bzw. die Integration eines Gesundheitsmanagements führt dazu, dass Aufgaben und Fragen zur Gesunderhaltung alle Unternehmensbereiche tangieren. Zudem werden Gesundheitserhalt und -förderung zum Führungswerkzeug. In diesem Verständnis ist darüber nachzudenken, wie die Gesundheitsförderung / -management in die gesunde Organsitation eingebunden werden kann? Welche realistischen und zugleich spezifischen Optionen bietet das Unternehmen bzw. wo liegen die Grenzen der Machbarkeit?

Die Organisationsbezogene Gesundheitsförderung setzt zunächst auf Führungsebene an, IEA und IFA können jedoch als praxisnahe Einstiegsinstrumente hilfreich sein. Wir beraten Sie sehr gern!

Begleitung wissenschaftlicher Projekte
Aktuell:

Gesundheitsförderung an Schulen – ein Kooperationsprojekt seit 2016:

Studienprojekt zur Gesundheit von Lehrerinnen und Lehrern Start: 2017/2018 (Foto: Studiengruppe der Universität Paderborn unter Leitung von Prof. Dr. H. Meier mit Kooperationspartnern des VBE (Verband Bildung und Erziehung) unter Leitung des Bundesvorsitzenden Udo Beckmann und des Landesvorsitzenden Stefan Behlau)

Foto zum Projekt Begleitung wissenschaftlicher Projekte im AZG

Abgeschlossene und betreute Studienarbeiten:

Bachelorthesis zur Gesundheitsförderung in Betrieben
(Hochschule Fulda 2017):
„Gesundheitsförderung in den Betrieben der Stadt Bad Wünnenberg.“

Masterthesis zur Vertrauen und Kommunikation im Betrieb
(Universität Paderborn 2017):
„Vertrauen und Kommunikation im Betrieb. Eine Interventionsstudie zur Beeinflussung des Betriebsklimas.“

Masterthesis zur Unternehmensnachfolge in einem mittelständischen, familiengeführten Unternehmen
(Technische Universität München 2016):
„Konfliktpotenziale und Lösungsansätze bei der Nachfolgeregelung in Familienunternehmen.“

Bachelorthesis zur Evaluation des Fragebogens „Gesund im Handwerk (GiH)“ in Kooperation mit der Berufsgenossenschaft Holz & Metall
(Universität Paderborn 2016):
„Gefährdungsbeurteilung psychischer und sozialer Gesundheit im klein- und mittelständischen Unternehmen.“

Bachelorthesis zum Stellenwert von Sport und Bewegung im Betrieblichen Gesundheitsmanagement
(Universität Paderborn 2015):
„Eine Sekundäranalyse anhand von Konzeptionen bewegungsförderlicher Maßnahmen in Betrieben.“

Bachelorthesis zur Ermittlung der Bewegungskompetenz im produzierenden Handwerk
(Universität Paderborn 2014):
„Bewegungsförderung im klein- und mittelständischen Unternehmen – eine empirische Analyse der körperlichen Aktivität der Mitarbeiter vor dem Hintergrund der Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation und der betrieblichen Gesundheitsförderung.“

Masterthesis zur Evaluation psychischer Gesundheit im mittelständischen Betrieb
(Universität Bielefeld 2013):
„Psychisch gesund im Betrieb – eine empirische Untersuchung in einem mittelständischen Unternehmen vor dem Hintergrund der demografischen Alterung.“

Masterthesis zur Evaluation praxisrelevanter Kurzzeit-Diagnostik im mittelständischen Betrieb
(Universität Paderborn 2011):
„Ein Step-Test als praxisrelevante Methode zur Abschätzung der aeroben Ausdauerleistungsfähigkeit im Rahmen der betrieblichen Gesundheitsförderung.“

Pilotprojekt des Landes Nordrhein-Westfalen 2008-2011 MedIn NRW: Gesundheitsförderung in kleinen und mittleren Betrieben im Hochsauerlandkreis.