OnkoAktiv Netzwerk

Bewegung beziehungsweise ein strukturiertes körperliches Training kann dazu beitragen, während und nach einer Krebstherapie Komplikationen und Nebenwirkungen abzumildern oder auch zu vermeiden. Zudem wird durch Bewegung/körperliche Aktivität/Training das Wohlbefinden positiv beeinflusst. Erste Daten legen zudem nahe, dass vermehrte körperliche Aktivität die Krebsprognose verbessert (Auszug mit freundl. Erlaubnis: Netzwerk OnkoAktiv, 2019).

Das Aatal-Zentrum für Gesundheit ist seit dem 1. Januar 2019 zertifiziertes Kooperationszentrum des Netzwerkes OnkoAktiv Heidelberg.

OnkoAktiv verfolgt das Ziel, ein Netzwerk qualitätsgeprüfter Kooperationszentren aufzubauen, welches Menschen mit Krebserkrankung sowie ehemals Betroffenen ermöglicht, wohnortnah trainieren zu können. Dabei hat sich das Netzwerk folgende Ziele gesetzt:

  • OnkoAktiv verfolgt das Ziel, ein Netzwerk qualitätsgeprüfter Kooperationszentren aufzubauen, welches Menschen mit Krebserkrankung sowie ehemals Betroffenen ermöglicht, wohnortnah trainieren zu können. Dabei hat sich das Netzwerk folgende Ziele gesetzt:
  • Den Austausch zwischen Sport- und Bewegungstherapie, Sportwissenschaft, Medizin, Pflege und weiteren in der Onkologie tätigen Berufsgruppen sowie Selbsthilfegruppen zu fördern.
  • Eine Plattform für die Durchführung wissenschaftlicher Studien zu schaffen.
  • Eine evidenzbasierte bewegungstherapeutische Versorgungslandschaft zu etablieren.
  • Bewegungstherapie in die Regelversorgung von Menschen mit Krebserkrankung und ehemals Betroffenen zu integrieren.

OnkoAktiv ist ein am Amtsgericht Mannheim eingetragener Verein (Registernummer: VR 700822)

Irwin, L. M. (2012): ACSM’s Guide to Exercise and Cancer Survivorship. Human Kinetics, Champaign.

Campbell et al. (2019): Exercise Guidelines for Cancer Survivors: Consensus Statement from International Multidisciplinary Roundtable. Correspondence: Department of Physical Therapy, University of British Columbia, Vancouver, Canada.

Lemole, G.; Mehta, P.; McKee, D. (2015): After Cancer Care. New York. (Deutsche Übersetzung).

Köppel M., Wiskemann J. (2024): Bewegungstherapie und Gesundheitssport 2024 ; 40 : 55 – 59. Thieme Verlag. Persönl. Überlassung.

Patel, A.V. (2019): American College of Sports Medicine. Roundtable Report on Physical Activity, Sedentary Behavior and Cancer Prevention and Control. Copyright© 2019 by the American College of Sports Medicine.

Schmitz, K.H. et al. (2019): Exercise Is Medicine in Oncology: Engaging Clinicians to Help Patients Move Through Cancer. CA-A Cancer Journal for Clinicans.

Erkrankte, die vor, während oder nach einer Tumortherapie körperlich aktiv werden sollen oder dies wünschen. Wir beraten jeweils im Einzelfall zu Voraussetzungen und ggf. Handlungsalternativen unter Berücksichtigung des aktuellen Kenntnisstands und unter Einhaltung der DSGVO-Bestimmungen.

Die Betreuung Krebsbetroffener beginnt bestenfalls bereits im Vorfeld der onkologischen Therapie. Im Vordergrund steht nicht das eigentliche Training, sondern die Beratung zu bestmöglichen Verhaltensweisen im Therapieverlauf. Diese Beratung erfolgt kostenfrei und beruht auf aktuellem Kenntnisstand.

Während und nach onkologisch medizinischer Betreuung richten sich Bewegungsaktivitäten nach dem Stand des Befindens, vor allem aber nach ärztlicher Weisung. Vor allem Training nach Krebstherapien erfolgt nur auf Grundlage des onkologischen Arztbriefes und – im besten Fall – eines zusätzlichen sportmedizinischen Arztbriefes (Sporttauglichkeit). Arztbriefe können unter Umständen durch sportmotorische Testverfahren ergänzt werden, wenn sich besondere Fragestellungen ergeben.

Die Gestaltung des Trainings erfolgt auf Grundlage der Arztbriefe (siehe Rubrik: Testen) und ev. ergänzender sportmotorischer Tests unsererseits. In unklaren Fällen behalten wir uns die vorherige ärztliche Abklärung vor.

Training in der Krebsnachsorge sollte mehrjährig orientiert sein. Anfänglich steht der schrittweise Aufbau der individuellen Belastbarkeit im Vordergrund. Hierbei sind Alltagsaktivitäten, z. B. berufliche Beanspruchungen, zu berücksichtigen. Im weiteren Verlauf gilt es, die körperliche Belastbarkeit auf die Vielseitigkeit der Beanspruchungen in Alltag, Beruf, Freizeit und Sport anzupassen.

Regelmäßige medizinische Untersuchungen, u. a. Belastungsuntersuchungen, helfen, diesen Aufbau möglichst optimal zu gestalten.